Matthias Ilgen: „Beim Umgang mit Fracking muss der Deutsche Bundestag die Entscheidung treffen!“

Der nordfriesische SPD-Bundestagsabgeordnete Matthias Ilgen zu der für heute beantragten namentlichen Abstimmungen der Oppositionsfraktionen über ein Fracking-Verbot unter gleichzeitiger Verweigerung einer Plenardebatte:

„Angesichts dieser schwierigen Aufgaben ist es von Grünen und Linken kein seriöses Verhalten, eine Abstimmung zum diesem Thema ohne Debatte im Parlament zu beantragen. Ein solcher, allein taktisch motivierter Winkelzug wird der Problematik nicht gerecht. Es ist bedauerlich, dass sich ein „an sich“ guter Vorschlag auf diese Weise in sein Gegenteil verkehrt.“, erklärt Matthias Ilgen.

Für mich steht fest: „Nach heutigen Informationen ist Fracking von Schiefer- und Kohleflözgas nicht verantwortbar. Die Risiken für Mensch und Umwelt überwiegen die potentiellen wirtschaftlichen Chancen. Um Wissenslücken zu schließen, halten wir als SPD-Bundestagsfraktion in diesem Bereich allenfalls Erprobungsmaßnahmen in eng begrenztem Rahmen und unter strenger wissenschaftlicher und umweltfachlicher Aufsicht mit dem Zweck für zulässig, die Auswirkungen der Maßnahmen auf die Umwelt, insbesondere den Untergrund und den Wasserhaushalt, wissenschaftlich zu erforschen.“

„Ich bin der festen Überzeugung, dass sich nur gemeinsam mit den Bundesländern Akzeptanz für solche Erprobungsmaßnahmen gewinnen lässt. Deshalb streben wir gemäß des Koalitionsvertrags eine Beteiligung der Länder im Rahmen möglicher Probebohrungen an.“, so Ilgen weiter. „Beim Umgang mit Fracking muss am Ende der Deutsche Bundestag die Entscheidung treffen. Eine Expertenkommission kann das demokratisch-legitimierte Organ Deutscher Bundestag zwar beraten, aber keinesfalls ersetzen.“, erklärt der Bundestagsabgeordnete abschließend.

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